Bundesflüchtlingsprogramm wirkt bis in die Regionen

Über das Bundesflüchtlingsprogramm werden wichtige Beratungs- und Netzwerkstrukturen finanziert. Nicht zuletzt mit Blick auf die Planungen zum Bundeshaushalt 2027 unterstrich die Bundearbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) gegenüber Bundestagsabgeordneten die Bedeutung des Programms für die Strukturen in den Regionen.

Symbolbild Zusammenarbeit & Team© Robert Kneschke
29.10.2026
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Erstellt von Thomas Neumann, Referent Verbandskommunikation | Pressesprecher

Obwohl die Planungen für den Bundeshaushalt 2027 keine Kürzungen beim Bundesflüchtlingsprogramm vorsehen, sind lediglich die Mittel in Höhe des laufenden Haushaltes vorgesehen. Die BAGFW lud daher Bundestagsabgeordnete zu einem parlamentarischen Frühstück ein, bei dem Vertreter*innen aus Politik und Praxis über die Perspektiven sowie die Bedeutung für die Arbeit vor Ort diskutierten.

Fachliche Informationen und Vernetzung als Stütze der Praxis

Hendrik Kreuzberg, Referent für Migration des Paritätischen Sachsen, beteiligte sich als Sachverständiger an dem Termin im Deutschen Bundestag. Er betonte die Bedeutung des Bundesflüchtlingsprogramms für die Integrationsarbeit und hob hervor: „Das Programm unterstützt nicht nur konkrete Angebote für geflüchtete Menschen, sondern finanziert auch bundesweite Fach- und Vernetzungsstrukturen. Über diese werden fachliche Informationen aufbereitet, Qualifizierungsangebote organisiert und Erfahrungen aus der Praxis zusammengeführt. Das ist für die in diesem Bereich tätigen Organisationen äußerst hilfreich und bündelt wichtiges Wissen.“

Praxis bei neuen Herausforderungen unterstützen

Kreuzberg verwies dabei auf aktuelle Entwicklungen wie beispielsweise die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems oder die Einführung des Chancen-Aufenthaltsrechts. Über das Bundesprogramm finanzierte Fachveranstaltungen und Fortbildungen hätten die praxisrelevanten Informationen für die Beratungspraxis überhaupt erst nutzbar gemacht. Gleichzeitig ermögliche das Programm, Erfahrungen aus der täglichen Arbeit systematisch zu bündeln und in bundesweite Fachdiskussionen einzubringen. Die Rückmeldungen der Beratungsstellen zu den Auswirkungen der Bezahlkarte für Leistungsbeziehende nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sind hierfür ein gutes Beispiel. Über die Verbandsstrukturen würden solche Praxiserfahrungen ausgewertet, mit Erfahrungen aus anderen Bundesländern abgeglichen und in fachliche sowie politische Diskussionen eingebracht. Dies ermögliche zudem einen gezielten Mitteleinsatz.

Gute Integration braucht mehr als nur Beratungsangebote

Einmal mehr zeigte sich die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen und der abgesicherten Finanzierung für das Bundesflüchtlingsprogramm. „Wirksame Integrationsarbeit vor Ort braucht starke Strukturen für Qualifizierung, Vernetzung und Wissenstransfer. Das stärkt jene Fachkräfte und Einrichtungen, die mit den Menschen arbeiten. Viele Organisationen haben nur beschränkte Ressourcen und sind daher auf gut aufbereitete Informationen und den fachlichen Austausch angewiesen. Das Bundesflüchtlingsprogramm ist somit eine zentrale Stütze dafür, dass Integration kompetent und wirksam umgesetzt werden kann. Insofern handelt es sich hier zweifelsfrei um eine wichtige Zukunftsinvestition für unser Land“, ist Hendrik Kreuzberg überzeugt.

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Hendrik KreuzbergReferent Migration

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