In Zeiten, in denen hohe Krankenstände, Fachkräftemangel und knappe finanzielle Ressourcen auf die täglichen Aufgaben in vielen Einrichtungen der Sozial- und Gesundheitsbranchen treffen, stellt sich die Frage, wie diesen Herausforderungen entgegengetreten werden kann. Eine Handlungsoption ist die gesunde bzw. gesundheitsfördernde Führung. Doch was bedeutet „Gesund führen“ eigentlich? Und vor allem: Was brauchen Führungskräfte, um gesund führen zu können?
Gesundheit als Faktor in strategischen Entscheidungen und täglichem Handeln
Gesunde oder gesundheitsfördernde Führung bzw. entsprechendes Führungsverhalten bedeutet zum einen gesunde Selbstführung, zum anderen die gesunde Führung der Mitarbeitenden, d.h. die psychische und physische Gesundheit in strategischen Entscheidungen und im täglichen Handeln zu berücksichtigen und mitzudenken.
Gesundheitsförderndes Führungsverhalten beinhaltet zum Beispiel die Gestaltung von gesunden Arbeitsbedingungen, aber auch das Bewusstsein, selbst Vorbild für das Team zu sein. Was für Signale sendet eine Führungskraft, die trotz Krankheit im Büro erscheint? Mögliche Handlungsfelder gesundheitsfördernder Führung sind hierbei beispielsweise Wertschätzung, Kommunikation und effiziente Arbeitsorganisation. Die persönliche Beziehung ist dabei ein nicht zu unterschätzender Hebel.
Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass es einen positiven Zusammenhang zwischen gesundheitsförderndem Führungsverhalten und der Gesundheit der Mitarbeitenden gibt. Diese Erkenntnis ist umso wichtiger, wenn die vielfältigen Herausforderungen der Einrichtungen betrachtet werden: Jeder Krankheitstag weniger und jede Stelle, die besetzt bleibt, hilft. Das ist für das Arbeitsklima und die Gesundheit der Mitarbeitenden gut und wirkt sich positiv auf die Klient*innen, Bewohner*innen und Kund*innen aus.
Gesundheitliche Belastungen strategisch angehen und reduzieren
Auch nicht neu ist die Erkenntnis, dass viele der Krankheitstage auf psychische Erkrankungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen zurückgehen. Der ‘Gesundheitsreport 2025: Arbeitsunfähigkeiten’ der Techniker Krankenkasse führt neben Erkrankungen des Atmungssystems psychische Störungen und Erkrankungen des Bewegungsapparats in den Top 3 der Diagnosen hinsichtlich der Fehlzeiten.
Psychische Belastungen und Muskel-Skelett-Belastungen sind dabei Themenfelder im Bereich Gesundheit, die auf organisatorischer Ebene an Führungskräfte adressiert sind. Die BGW-Organisationsberatung unterstützt sie mit dem Strategietag Psyche sowie dem Strategietag Muskel-Skelett-Belastungen. An diesen Tagen geht es darum, vorhandene Ressourcen und Belastungen zu identifizieren und konkrete Ansatzpunkte zu finden, wie die Belastungen bei den Mitarbeitenden reduziert werden können.
Um als Führungskraft nötige Kompetenzen zur gesundheitsfördernden Führung aufzubauen, unterstützt die BGW-Organisationsberatung mit Inhouse-Trainings. In diesen Workshops werden Kompetenzen zur Gestaltung gesunder Arbeitsbedingungen, gesunder Selbstführung und zum Umgang mit erschöpften Beschäftigten erlernt bzw. vertieft.
Bei Herausforderungen im Führungsalltag können Führungskräfte übrigens sehr gerne und unkompliziert das Krisen-Coaching für herausfordernde Führungssituationen der BGW-Organisationsberatung nutzen. Thematisch kann es zum Beispiel um die Stärkung der eigenen Gesundheit gehen oder um den Umgang mit akut belasteten Mitarbeitenden.
Unterstützung für den Führungsalltag nutzen
Sollten Sie noch weitere Fragen zu den genannten Angeboten der BGW-Organisationsberatung haben oder möchten sich zu einem anderen Thema wie Gewaltprävention oder Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung beraten lassen, ist dies selbstverständlich bei einem unverbindlichen Ersttermin möglich.
Informationen zu Strategietagen, Inhouse-Trainings, Krisencoaching oder die Erstberatung finden Sie hier: https://www.bgw-online.de/bgw-online-de/themen/
Der Gastbeitrag erscheint im Rahmen der Kooperation der Berufsgenossenschaft für Gesundheitswesen und Wohlfahrtspflege und des Paritätischen Sachsen.
