Seminare schaffen Sicherheit

Gruppen leiten, Konflikte lösen, Anträge stellen: Selbsthilfeaktive leisten viel. Damit sie sich darin sicher fühlen, vermittelt die Selbsthilfeakademie Sachsen praxisnahes Wissen und fördert in ihren Weiterbildungen Austausch und Vernetzung. „Stark in Gemeinschaft“ lautet das Motto.

Bunte Personen-Figuren stehen in einem Kreis.© KI-generiert
06.08.2026
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Erstellt von Mandy Fleer, Mitarbeiterin Öffentlichkeitsarbeit Weiterbildungsprojekte

Selbsthilfe lebt vom Engagement der Betroffenen. Die eigene Erkrankung, Behinderung oder die Rolle als Angehörige*r motiviert, sich in einer Selbsthilfegruppe oder -organisation zu engagieren, Verantwortung zu übernehmen und andere zu unterstützen. Das geht oftmals mit anspruchsvollen Rollen und Aufgaben einher: Gruppen müssen moderiert, Konflikte gelöst, Förderanträge gestellt und neue Formate organisiert werden. Weiterbildungen helfen Selbsthilfeaktiven dabei, diese und weitere Herausforderungen sicher zu bewältigen.  

Themenspektrum von Methoden über Öffentlichkeitsarbeit bis Selbstfürsorge  

Die Weiterbildungen der Selbsthilfeakademie Sachsen knüpfen bewusst an das an, was die Teilnehmenden aus ihrer alltäglichen Selbsthilfearbeit mitbringen. Im Mittelpunkt der Seminare stehen Erfahrungsaustausch und konkrete Praxisfälle. Die Themen sind niedrigschwellig angelegt und umfassen vielfältige für die Aktiven relevante Bereiche: Methoden für die Gruppenarbeit, rechtliche Grundlagen, Finanzierungsmöglichkeiten, Öffentlichkeitsarbeit sowie die Stärkung von Selbstfürsorge und Resilienz. Auch Angebote für Menschen mit unterstützender oder pflegender Rolle sind ein fester Bestandteil des Seminarprogramms.  

Seminare für Gruppenleitungen, Mitglieder, Einsteiger*innen und Angehörige  

Die Weiterbildungen richten sich an Gruppenleitungen sowie an Gruppenmitglieder, an Vorstände von Selbsthilfeorganisationen, Angehörige und an Menschen, die neu in die Selbsthilfe einsteigen möchten. Das Team der Selbsthilfeakademie Sachsen und die Dozent*innen berücksichtigen dabei die spezifischen Bedarfe von Menschen mit chronischen Erkrankungen, Einschränkungen und Behinderungen. Auch weitgehend barrierefreie Veranstaltungsräume sowie bei Bedarf eingesetzte Schriftdolmetscher*innen ermöglichen zahlreichen Selbsthilfeaktiven die Teilnahme an den Präsenz- und Online-Seminaren.  

Gefördert wird die Selbsthilfeakademie durch die AOK Plus, wodurch alle Seminare kostenfrei angeboten werden können.

Wissen aneignen, Erfahrungen austauschen, neue Perspektiven gewinnen

Selbsthilfe wirkt nur dann, wenn ehrenamtlich Engagierte Verantwortung übernehmen und ihre Aufgaben sicher bewältigen können. Diese Aufgaben werden häufig ohne konkrete Vorbereitung übernommen und sind zugleich anspruchsvoll. Genau hier setzen die Weiterbildungen an: Sie vermitteln praxisnahes Wissen für die Selbsthilfearbeit, zeigen Wege im Umgang mit schwierigen Situationen und geben Sicherheit im Handeln. Gleichzeitig bekommen Selbsthilfeaktive die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, neue Perspektiven zu gewinnen und ihre Vernetzung über Gruppen- und Organisationsgrenzen hinweg zu stärken.

Mit der Selbsthilfeakademie Sachsen übernimmt der Paritätische Sachsen somit eine Schlüsselrolle in der Qualitätsentwicklung der Selbsthilfearbeit. Das Projektteam steht dabei in engem Austausch mit dem Fachreferat Selbsthilfe des Verbandes und sichert damit die Anbindung an aktuelle Fachdiskussionen.

Zum Programm der Selbsthilfeakademie Sachsen: www.selbsthilfeakademie-sachsen.de

Der Text erschien zuerst in der Ausgabe März 2026 des Verbandsmagazins anspiel.