Arbeitshilfen zum Umgang mit menschenfeindlichem Handeln

15.02.2024

Wie der Umgang mit menschenfeindlichen Äußerungen und Handeln gelingt, hat das Projekt "Vielfalt ohne Alternative" gemeinsam mit Partnerorganisationen in Arbeitshilfen zusammengefasst. Diese stehen kostenfrei zur Verfügung.

"Der Paritätische mit seinen Mitgliedsorganisationen steht für eine demokratische, offene, vielfältige Gesellschaft, in der alle Menschen gleichwürdig teilhaben und Schutz erfahren – unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, sozialer oder ethnischer Herkunft, Alter, Religion oder Weltanschauung, sexueller Identität, materieller Situation, Behinderung, Beeinträchtigung, Pflegebedürftigkeit oder Krankheit. Vielfalt ist ohne Alternative." (Paritätischer Gesamtverband)

Dieses Selbstverständnis und Bekenntnis zu den Menschenrechten in der Praxis zu leben, wird in den letzten Jahren zunehmend auch in Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Sachsen auf die Probe gestellt. Dies wurde auch in den Gesprächen auf der Mitgliederversammlung 2022 deutlich. Ein klares Bekenntnis zu den eigenen Werten ist wichtiger den je. Viele Tausende gingen in den letzten Wochen auf die Straße, um sich für Demokratie und Menschenrechte auszusprechen und menschenverachtenden Einstellungen entgegenzutreten. Gemeinnützige Organisationen als Akteure der Zivilgesellschaft sich aufgefordert, dies auch in den eigenen Reihen zu tun.

Doch wie soll man damit umgehen, wenn in der Mittagspause fremdenfeindliche Äußerungen zu hören sind, wenn Klient*innen ein rechtsextremistisches Weltbild lautstark vor sich hertragen oder wenn sich Jugendliche durch soziale Medien radikalisieren und dies in die Einrichtung tragen?

Das Projekt "Vielfalt ohne Alternative" hat unter anderem mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus verschiedene Arbeitshilfen erstellt, die beim Projekt bestellt oder als PDF-Dateien heruntergeladen werden können. Broschüren zu folgenden Themen werden derzeit angeboten:

  • Gemeinsam gegen Rechtsextremismus, Reichsbürger- und Verschwörungsideologien
  • Gewaltschutz unter Druck - Umgang mit Rassismus und Rechtsextremismus im Hilfesystem für gewaltbetroffene Frauen
  • Druck aus den Parlamenten - Zum Umgang sozialer Organisationen mit Anfeindungen von rechts
  • Wahrnehmen – Deuten – Handeln. Rechtsextremismus in der Sozialen Arbeit keinen Raum bieten.
  • Umsetzung des "Positionspapiers zu Rechtsextremismus und Politik der AfD", insbesondere in Wahlkampfzeiten.
  • Umgang mit Hass und Hetze in den Sozialen Medien - Eine Handreichung für die Plattformen Facebook und Twitter

Die Broschüren können Sie auf der Projektseite herunterladen: www.vielfalt-ohne-alternative.de 

Das Projekt bietet zudem ein Beratungsangebot oder vermittelt kompetente Ansprechpartner*innen in Ihrer Region.