Bericht aus der Sitzung der Allianz Arbeit + Behinderung am 10.06.2025

Schwerpunkte der Sitzung waren der Austausch mit dem Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit in Sachsen sowie die Beratung zu einer Überarbeitung der Handlungsempfehlung „Inklusion in der dualen Berufsausbildung“ aus dem Jahr 2013.

16.06.2025

Schwerpunkte der Sitzung waren der Austausch mit dem Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit in Sachsen sowie die Beratung zu einer Überarbeitung der Handlungsempfehlung „Inklusion in der dualen Berufsausbildung“ aus dem Jahr 2013. 

LAG Selbsthilfe stellt ihr Angebot „Challenge Inklusion“ vor – Ziel ist es Unternehmen bei der Bewusstseinsbildung der Mitarbeiter*innen für die Themen Inklusion und Barrierefreiheit zu sensibilisieren.

Nach einem Baukastenprinzip können sich interessierte AG, Schulen und andere Interessierte ein individuelles Programm zusammenstellen lassen.  

Das Angebot ist vielfältig: Beratung zu Barrierefreiheit, digitale Barrierefreiheit, Workshops barrierefreie Kommunikation, Inklusionsquiz, Planspiel „inklusives Event“, Wanderausstellung…)

Nähere Infos siehe: Sensibilisierungsangebote - "Challenge Inklusion" - LAG

Das Themenfeld Menschen mit Behinderung soll bei den Angeboten des Zentrums für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit in Sachsen (ZEFAS) sichtbarer werden.

Die Leiterin des ZEFAS war zu Gast in der Allianz. Es wurde vereinbart, dass Vertreter*innen der Liga, des Integrationsamts und der RD Sachsen der Bundesagentur für Arbeit sich mit Vertreter*innen des ZEFAS zusammensetzen und konkrete Vorschläge machen, wie man die Schnittstellen zur Teilhabe an Arbeit für Menschen mit Behinderung im ZEFAS in Zukunft gestalten kann. Der Paritätische wird sich hier einbringen.

Der Verband hat sich im Vorfeld bereits Gedanken gemacht, wird u.a. folgende Ideen anregen und nimmt weitere Hinweise aus der Mitgliedschaft gerne entgegen:

  1. Man könnte hier: In der Praxis - Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit Sachsen - sachsen.de den letzten freien Platz unten rechts für eine weitere Kachel nutzen, die man „Beschäftigung von Menschen mit Behinderung“ nennt und dort auf die einheitlichen Ansprechstellen ( EAA) hinweisen (Verlinkung mit dem Internetauftritt)
    • Auch ein Hinweis auf die Allianz Arbeit + Behinderung könnte hier erfolgen.
    • Man könnte zudem überlegen, Arbeitgeber an dieser Stelle in Bezug auf die Prüfpflicht zur Besetzung freier Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen nach § 164 I SGB IX zu sensibilisieren.
    •  Auch könnte man auf die die Möglichkeit zur Gründung von Inklusionsbetrieben hinweisen.  
  1. An dieser Stelle: Weiterbildung - Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit Sachsen - sachsen.de könnte man ganz unten einen weiteren Button „Barrierefreie Weiterbildung“ hinzufügen und Informationen/Verweise zum Thema bereitstellen.
  2. Die Vorteile und Potenziale einer vielfältigen Belegschaft für die Arbeitgeberattraktivität könnte an dieser Stelle: Arbeitgeberattraktivität - Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit Sachsen - sachsen.de hervorgehoben werden und dann auf die Kacheln „Beschäftigung von Menschen mit Behinderung“ sowie „Zuwanderung und Integration“ verwiesen werden.
  3. Hier könnte man eine Überschrift und Informationen zum Thema „Ausbildung von Menschen mit Behinderungen“ einfügen, da Informationen zum Thema inklusive Ausbildung bisher fehlen: Ausbildung - Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit Sachsen - sachsen.de

Hintergrund: Die Liga der Wohlfahrtsverbände hatte im Rahmen der Fortschreibung des SLAP (Sächsischer Aktionsplan zur Umsetzung der UNBRK) die stärkere Verknüpfung der Allianz Arbeit + Beschäftigung mit der Fachkräfteallianz angeregt. („Vernetzung, regelmäßiger Austausch und Einbringen der Expertise der Allianz Arbeit + Behinderung im Rahmen der Arbeitsstrukturen der Fachkräfteallianz Sachsen“). Ziel: Die Potenziale von arbeitslosen Menschen mit Behinderung sollten im Hinblick auf den Arbeitskräftemangel stärker bewusst gemacht und Teilhabe an Arbeit für Menschen mit Behinderung sichtbarer werden. 

Die im Landesausschuss für Berufsbildung (LAB) beschlossene Handlungsempfehlung „Inklusion in der dualen Berufsausbildung“ aus dem Jahr 2013 soll überarbeitet werden.

In der Sitzung wurde deutlich, dass die Bereitschaft, dieses Thema zu vertiefen, gegeben ist. Die Teilnehmer des AA+B stimmen überein, dass eine AG gegründet werden soll. Die Vertreterin der Liga, Kristin Höfler (Paritätischer Sachsen) hat sein Interesse an der Mitarbeit signalisiert. Frau Höfler bat darum, dass man sich auch Gedanken darüber macht, sich nicht auf die duale Ausbildung zu begrenzen. Untermauert wurde es mit dem Argument: Wer nur auf die betriebliche Ausbildung schaut, ignoriert einen relevanten Anteil der Ausbildungsrealität (schulische Ausbildungen z.B. in den Bereichen Pflege, Sozialwesen, Gesundheit, Erziehung..). Eine inklusive Gesellschaft brauche vielfältige Bildungswege, die allen Menschen offenstehen – Inklusion müsse in allen Ausbildungsformen strukturell verankert werden.

Im Protokoll wurde festgehalten, dass die AG sich zunächst v.a. mit folgenden Fragen befassen soll:

  • Was hat sich rechtlich geändert?
  • Welche Zahlen/Statistiken gibt es?
  • Wie kann es weitergehen? Welche neuen Ziele können benannt werden?
  • Sollte die Empfehlung auf andere Ausbildungsarten ausgedehnt werden? 

Bitte um Rückmeldung bei Interesse zur Mitwirkung: Das Fachreferat plant, in Kürze mit einer gesonderten Fachinformation abzufragen, ob es Mitgliedsorganisationen gibt, die sich vorstellen können, an dem Thema mitzuarbeiten. Mitgliedsorganisationen, die ihre Expertise und Ideen in die Diskussion einbringen wollen, können sich bereits jetzt bei Kristin Höfler melden: kristin.hoefler (at) parsiax.de

Die nächste Sitzung der Allianz Arbeit + Behinderung findet am 11.11.2025 statt. Dort sollen bereits erste Ergebnisse aus den beiden o.g. AGen vorgestellt werden. 

Kontakt:

Kristin Höfler (Referentin Arbeit & Beschäftigung)
Tel.: 0351 - 828 71 141

E-Mail: kristin.hoefler (at) parisax.de