Arbeitsgruppen und Fachberichte
AG Konzeptentwicklung und modellhafte Erprobung
Herr Petzold berichtete über den Stand in der AG. Die Bedarfserhebung mittels ITP ist weitgehend abgeschlossen. Der Abschluss der Erhebung wird bis Ende April 2026 erwartet. Bis Ende Juni 2026 sollen Vereinbarungen abgeschlossen werden, ab Juli beginnt eine sechsmonatige Erprobungsphase, an die sich ab 2027 eine Evaluation anschließt.
Parallel dazu erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit fachlichen Partnern zur wissenschaftlichen Begleitung. Ein besonderes Augenmerk liegt aktuell auf der Frage, wie Wirkung und Wirksamkeit von Leistungen künftig abgebildet werden können. Ziel ist es, praktikable Lösungen zu entwickeln, die eine fachliche Steuerung ermöglichen, ohne zusätzliche bürokratische Belastungen zu erzeugen.
UAG 1 – Arbeit und Tagesstruktur
Die Anwendung des ITP Sachsen im Arbeitsbereich wird grundsätzlich als geeignet eingeschätzt, insbesondere im Hinblick auf die Gruppenbildung in Werkstätten für behinderte Menschen. Gleichzeitig wird deutlich, dass bundesweit unterschiedliche Modelle existieren, die von pauschalen Gruppenschlüsseln bis hin zu stärker individualisierten Lösungen reichen. Für Sachsen wird angestrebt, eine möglichst einheitliche und gleichzeitig bedarfsgerechte Systematik zu entwickeln. In diesem Zusammenhang wird auch die Weiterentwicklung von Leistungsbeschreibungen sowie deren Evaluation vorbereitet.
UAG 2 – Bildung, Kinder und Jugendliche, Ambulante Dienste und Beratungsangebote
Im Themenfeld Bildung, Kinder und Jugendliche wurde intensiv diskutiert, inwieweit die erarbeitete Systematik aus der AG Konzeptentwicklung auf diese Zielgruppe übertragbar ist. Zwar erscheint eine grundsätzliche Anwendung möglich, jedoch wurde ein erheblicher Anpassungsbedarf festgestellt, insbesondere im Hinblick auf die spezifischen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen sowie deren Pflege- und Unterstützungsanforderungen.
Für Angebote im Bereich Kinder und Jugendliche besteht weiterhin Unsicherheit – insbesondere im Hinblick auf mögliche Zuständigkeitsverschiebungen zum SGB VIII. Hier ist kurzfristig nicht mit stabilen Rahmenbedingungen zu rechnen.
Bericht AG Evaluation Refinanzierung Selbstvertretungen (Werkstattrat und Frauenbeauftragte)
Die eingerichtete Arbeitsgruppe zur Evaluation der Refinanzierung von Werkstatträten und Frauenbeauftragten hat ihre Arbeit mit der konstituierenden Sitzung am 26.03.2026 aufgenommen und bereitet derzeit eine landesweite Datenerhebung vor. Ziel ist es, eine fundierte Grundlage für die zukünftige Ausgestaltung der Finanzierung zu schaffen, indem tatsächliche Kosten systematisch erfasst und ausgewertet werden.
Sachstand Vereinbarungsverfahren 2024 / 2025 und Aufforderungen 2026 ff.
Herr Grunert berichtete über den aktuellen Stand der Vereinbarungsverfahren:
2024: 1 Träger offen
2025: von allen eingegangenen Aufforderungen noch 5% offen
- bW und wbW (Wohnen): 4 % offen
- WfbM und FBB: 10% offen
2026: Abarbeitungsquote: 63 % (bezogen auf alle eingegangenen Aufforderungen)
- bW: 60 %
- WbW: 72 %
- WfbM: 60 %
Finanzierung der Geschäftsstelle der SGB-Kommissionen für das Jahr 2026
Die mittelfristige Umlageplanung wird in der Beschlussvorlage detailliert dargestellt. Die Zahlungsaufforderungen werden Ende Mai bzw. Anfang Juni 2026 versendet, mit einem Zahlungsziel zum 30.06.2026. das Rundschreiben finden Sie unter folgendem Link.
Kommission nach § 131 SGB IX - SGB Kommissionen Sachsen
Weitere Themen:
Fachleistungsstunde:
Aus Sicht der Leistungserbringer besteht die Notwendigkeit, die grundlegenden Parameter für die Kalkulation einer FLS abzustimmen. Ziel soll es sein, mehr Transparenz zu schaffen sowie ein beiderseitig anerkanntes Schema für die Berechnung zu entwickeln. Nach kontroverser Diskussion wurde die Möglichkeit angesprochen, zur Bearbeitung dieses Themas die AG Verhandlungsmanagement heranzuziehen.
Rundschreiben Angemessenheitsgrenzen:
Frau Mittag informiert darüber, dass das Rundschreiben zu den Angemessenheitsgrenzen nochmals überarbeitet werden musste und ab 01.04.2026 in aktualisierter Form gilt.
KSV-Rundschreiben 2-2/2026 (Belegungsabfrage)
Leistungserbringerseitig wurde nach dem Hintergrund des KSV-Rundschreiben 2-2/2026 (Belegungsabfrage) gefragt. Frau Mittag begründete die Abfrage mit der zukünftigen Planung und Weiterentwicklung von Angeboten im Bereich der Eingliederungshilfe. Außerdem werden zur Stammdatenaktualisierung im KSV Bankverbindungen und Empfängerbezeichnungen erhoben, um einen reibungslosen Zahlungsverkehr mit Leistungserbringern zu gewährleisten (VoP Verfahren).
Kurzer Bericht zum Modellvorhaben Elternassistenz in Leipzig (KSV)
Das Modellprojekt Elternassistenz in Leipzig (KSV) zeigt, dass trägerübergreifende Kooperationen (z. B. mit Jugendämtern) an Bedeutung gewinnen könnte und neue Finanzierungswege möglich wären. Es besteht eine trilaterale Rahmenvereinbarung zwischen dem Sozialamt, dem Jugendamt der Stadt Leipzig und dem KSV Sachsen zum Thema Begleitende Elternschaft. Grundlage hierfür ist das LSM. Aktuell beteiligen sich zwei Träger. Das Modellprojekt ist auf zwei Jahre angelegt.
Die nächste Sitzung findet am 18.06.2026 statt.
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir gern zur Verfügung.
Anne Cellar – Referentin Teilhabe Johannes Kokot – Referent Entgelte
Telefon: 0351/ 828 71 150 Telefon: 0351/ 828 71 149
Mail: anne.cellar(at)parisax.de Mail: johannes.kokot(at)parisax.de