Das Kind im Mittelpunkt – Hintergrundgespräch zur Zukunft des Sächsischen Bildungsplans

Am 25. Oktober fand ein Hintergrundgespräch zur Zukunft des Sächsischen Bildungsplans statt. Wir informieren über den aktuellen Stand zur Evaluation und Fortschreibung des Sächsischen Bildungsplanes.

18.12.2024

Am 25. Oktober 2024 lud die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Zusammenarbeit mit der Hochschule Mittweida Vertreter aus Politik, Verwaltung, Verbänden, Wissenschaft und Praxis zu einem Hintergrundgespräch zum Sächsischen Bildungsplan ein.

Ziel der Veranstaltung war es, die verschiedenen Akteure der frühkindlichen Bildung in Sachsen zu einem Austausch mit Vertreter*innen aus der Praxis einzuladen.

Mit dem Einstieg „Was Standards für die Bildung in Kitas bringen könnten – Impulse zum Sächsischen Bildungsplan“ von Prof. Dr. Patricia Kröber (HS Mittweida) wurde die Frage nach der Bedeutung von Standards für das einzelne Kind sowie die pädagogische Praxis gestellt und kritisch hinterfragt.

In einem zweiten Teil fand ein erster Austausch zu vier Schwerpunkten mit Blick auf den Sächsischen Bildungsplan statt. Diskutiert wurde in vier Arbeitsgruppen gemeinsam mit verschiedenen Vertreter*innen aus der Praxis zu Fragen von Kinderschutz im Sächsischen Bildungsplan, offener Arbeit in der Kita, Bildungspartner Hort sowie Familie, Kita und Diversität.

Frau Dr. Wolfram, als Vertreterin des Kultusministeriums (SMK) gab am Ende der Veranstaltung Informationen zu aktuellem Stand sowie den nächsten Schritten bei der Evaluation und Fortschreibung des Sächsischen Bildungsplans.

Sie verwies auf das Ziel der Sächsischen Staatsregierung, den vorliegenden Bildungsplan fortzuentwickeln und ihn an aktuelle sowie zukünftige Herausforderungen anzupassen.

Im Rahmen der Ausschreibung des SMK für den Sächsischen Bildungsplan haben sich verschiedene Hochschulen beworben. Der Auftrag, so die Referatsleiterin, ging an das Zentrum für Forschung, Weiterbildung und Beratung an der EHS Dresden gGmbH sowie die Hochschule Zittau/Görlitz.

Angeknüpft werden soll an eine, von den Wissenschaftler*innen bereits im Vorfeld  erarbeitete „Expertise – Meilensteine der frühkindlichen Entwicklung vor Schuleintritt“. Diese befindet sich derzeit in der Finalisierung und soll Ende 2024 abgeschlossen sein. Da sie die wissenschaftliche Grundlage für die Fortschreibung des Sächsischen Bildungsplanes darstellt, ist eine getrennte Veröffentlichung nicht vorgesehen.

Ein entsprechender Beirat zur Begleitung der Evaluierung und Fortschreibung des Bildungsplanes wurde in der o.g. Veranstaltung angekündigt und hat mittlerweile am 16.12.2024 das erste mal getagt.

Auf der Tagesordnung des Beirates stand unter anderem das in der „Expertise – Meilensteine der frühkindlichen Entwicklung vor Schuleintritt“ erarbeitete Verständnis des Erziehungs- und Bildungsauftrages als Grundlage für den Sächsischen Bildungsplan.  

Die Liga ist im Beirat mit einem Sitz vertreten.

Weiterhin sind Facharbeitsgruppen sowie ein öffentliches Online-Beteiligungsformat geplant.

Die vorgesehene Zeitschiene für die Fortschreibung des Sächsischen Bildungsplanes bis Ende 2025 ist sehr ambitioniert und lässt eher auf einen eingeschränkten Beteiligungsprozess schließen.

Das SMK hat angekündigt, entsprechende Informationen über den Kita-Bildungsserver zu veröffentlichen.

Mit der Veranstaltung wurde der Diskurs zum Sächsischen Bildungsplan angestoßen, dies wurde von allen Beteiligten sehr begrüßt. Der Paritätische hat sich maßgeblich in der Planung und Durchführung der Liga-Veranstaltung eingebracht.

Wir danken hierfür auch den in den Arbeitsgruppen vertretenen Praxisexpert*innen paritätischer Träger (Kinderhaus Louise, Dresden Malwina e.V., Kinder in Bewegung e.V. Kita Casa Monte, Lebenshilfe Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e.V. Horthaus Wirbelwind, Deutscher Kinderschutzbund Döbeln Integrative Kindertagesstätte „Schulbergstrolche“, Elterninitiative Kleiner Globus Dresden) die maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.