"Gemeinsam für ein Zuhause" - Nationaler Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit liegt vor

Die Bundesregierung hat am 24. April 2024 ihren Nationalen Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit veröffentlicht. Damit liegt erstmals auf Bundesebene ein Leitbild vor, um die Obdach- und Wohnungslosigkeit bis zum Jahr 2030 zu überwinden.

29.04.2024

Die Bundesregierung hat am 24. April 2024 ihren Nationalen Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit veröffentlicht. Damit liegt erstmals auf Bundesebene ein Leitbild vor, um die Obdach- und Wohnungslosigkeit bis zum Jahr 2030 zu überwinden:
Nationaler Aktionsplan

Beschrieben werden:

  • Rahmenbedingungen und Herausforderungen
  • Umfang der Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Deutschland
  • Ursachen für Wohnungslosigkeit
  • Besondere Bedarfsgruppen
  • Spezifische Herausforderungen
  • Wohnungs- und Obdachlosigkeit als komplexe Herausforderung
  • Leitlinien zur Überwindung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Deutschland
  • Vorgehen und Arbeitsweise
  • Der Prozess zur Erstellung des Aktionsplans
  • Umsetzung des Nationalen Aktionsplans gegen Wohnungslosigkeit
  • Datenerhebung und Forschung
  • Transparentes Handeln

Unter „Maßnahmen der beteiligten Akteure“ werden schließlich verschiedene Maßnahmen u.a. zu Wohnraumangebot, Prävention und Aufklärung aufgelistet. Außerdem werden Aktivitäten der einzelnen Bundesländer beschrieben. So wird für den Freistaat Sachsen u.a. das Housing-First-Projekt benannt, vgl. hierzu unser Artikel vom 08. Januar 2024 parisax.de: Mit Housing First zurück zur eigenen Wohnung.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW), die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) und der Deutsche Städtetag begrüßen den Aktionsplan.

Ein Leitbild alleine werde allerdings nicht genügen, um das ambitionierte Ziel Realität werden zu lassen. Es brauche auch politische Handlungsspielräume und finanzielle Ressourcen sowie eine Ausweitung des Mieter*innenschutzes.

Näheres entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung der BAGFW: BAGFW Pressemeldung

Der Liga-Fachausschuss Soziales hatte sich bereits bei der Ankündigung der Bundesregierung in 2022, einen Nationalen Aktionsplan aufzulegen, des Themas angenommen und eigene Maßnahmenvorschläge erarbeitet, s. Anlage. Diese wurden den zuständigen Ministerien vorgestellt, mit denen der Fachausschuss im Gespräch bleibt und das Thema kontinuierlich weiterverfolgt.