Das von der BAG WfbM initiierte Projekt soll dazu beitragen, Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf Zugang zu beruflicher Bildung und Arbeit zu ermöglichen. Aktuell läuft eine Erhebung zur Unterstützung der Projektziele, die sich an Einrichtungen und Angebote richtet, die Leistungen der tagesstrukturierenden Maßnahmen erbringen.
Gemeinsam Perspektiven schaffen (GPS): Ein Projekt zur Teilhabe von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf an beruflicher Bildung und Arbeit
Das von der BAG WfbM initiierte Projekt soll dazu beitragen, Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf Zugang zu beruflicher Bildung und Arbeit zu ermöglichen. Aktuell läuft eine Erhebung zur Unterstützung der Projektziele, die sich an Einrichtungen und Angebote richtet, die Leistungen der tagesstrukturierenden Maßnahmen für den Personenkreis Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf erbringen.
Offizieller Start des zweijährigen Projektes war im September 2024. GPS gliedert sich in zwei Teilprojekte: erstens die qualitative Bedürfnisermittlung und Bedarfserhebung aus der Nutzerperspektive und zweitens die quantitative Erhebung zur Heterogenität des Personenkreises sowie zu den institutionellen Rahmenbedingungen.
Kürzlich wurde eine bundesweite Erhebung zu den Angebotsformen tagesstrukturierender Maßnahmen für den Personenkreis Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf gestartet. Interessierte können sich noch bis zum 30. April 2025 an einer Online-Umfrage zu den Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf beteiligen.
Eine breite Beteiligung an der Erhebung ist entscheidend, um ein realistisches Bild der aktuellen Angebotsstrukturen und Bedarfe zu erhalten. Nur wenn die Erfahrungen und Perspektiven möglichst vieler Teilnehmender einfließen, können fundierte Erkenntnisse gewonnen und passgenaue Maßnahmen zur Verbesserung der Teilhabechancen abgeleitet werden.
Wie auch der Paritätische Sachsen in dem Artikel zu tagesstrukturierenden Angeboten betont, sind passgenaue und bedarfsorientierte Strukturen essenziell, um Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf eine echte Teilhabe zu ermöglichen.
Die Ergebnisse der Erhebung tragen zudem zur Weiterentwicklung der Teilhabemöglichkeiten für Menschen in der Tagesförderung bei – ein Ziel, das auch im 4. Aktionsfeld des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) verankert ist. Das BMAS strebt an, den Status quo dieses Personenkreises für den Vierten Teilhabebericht der Bundesregierung aufzubereiten. Dafür sollen bestehende Datenquellen genutzt werden. Gleichzeitig weist die BAG WfbM darauf hin, dass die ursprüngliche Zielsetzung des Handlungsfeldes 4 weitergehen sollte – insbesondere durch eine tiefgehende Untersuchung der Landschaft der Tagesförderstätten und die Förderung sozialraumorientierter Modellprojekte.
Vor diesem Hintergrund ist die Beteiligung an der GPS-Erhebung besonders bedeutsam. Sie stärkt die Datengrundlage für zukünftige politische und fachliche Entscheidungen und trägt dazu bei, dass Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf im Rahmen ihres Wunsch- und Wahlrechts selbstbestimmt entscheiden können, wo sie arbeiten oder berufliche Bildung in Anspruch nehmen möchten.
Ziel der Erhebung
Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf haben aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderungen sowie der daraus entstehenden Anforderungen Unterstützungsbedarfe. Der Personenkreis ist sehr heterogen. Häufig jedoch haben Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf Herausforderungen, sich verbal verständlich zu äußern und ihre Bedürfnisse selbstbestimmt auszudrücken. Zur Erfüllung ihrer Bedarfe, Bedürfnisse und ihrer Teilhabe sind sie daher dauerhaft auf Unterstützung angewiesen.
Die Ergebnisse der Erhebung im Rahmen des Projektes GPS sollen daher dazu beitragen, Erkenntnisse zu den Teilhabemöglichkeiten des Personenkreises Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf zu erfassen. Im Fokus stehen besonders die Teilhabemöglichkeiten an beruflicher Bildung und Arbeit. Es sollen Informationen zur Heterogenität des Personenkreises, den Zugangsmöglichkeiten, den Angebotsstrukturen, wie auch den institutionellen Rahmenbedingungen sowie den Anforderungen und Bedarfen der Fach- und Betreuungskräfte gewonnen werden.
Zielgruppe der Erhebung
Die schriftliche Befragung richtet sich an alle Einrichtungen und Angebote, die Leistungen der tagesstrukturierenden Maßnahmen für den Personenkreis Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf in Tagesförderstätten, sonstigen Einrichtungen zur Tagesstruktur, in besonderen Wohnformen, in Werkstätten beziehungsweise in Einrichtungen, die den Werkstätten angegliedert sind, oder anderen Leistungsorten erbringen.
(Quelle: BAG WfbM - Aktuell/Bildung)
Kontakt im Paritätischen Sachsen:
Anne Cellar
Referentin Teilhabe
Tel: 0351 - 828 71 150
E-Mail: anne.cellar (at) parisax.de