Information zu Förderprogramm „Wir für Sachsen“ – Aufwandsentschädigung für Ehrenamt weiter mit 40 Euro gefördert

Der Sächsische Landtag hat im Rahmen des Doppel-Haushaltes 2025/26 die Fortführung des Förderprogramms »Wir für Sachsen« beschlossen – die monatliche Aufwandsentschädigung von 40 Euro für ehrenamtlich Engagierte bleibt bestehen. Der Paritätische Sachsen begrüßt die Entscheidung, verweist jedoch auf steigende Lebenshaltungskosten, z.B. bei der Mobilität, und regt eine zukünftige Erhöhung der Pauschale an.

30.07.2025

Der Sächsische Landtag hat im Rahmen des Doppelhaushalts 2025/2026 die Fortführung des Ehrenamtsförderprogramms »Wir für Sachsen« beschlossen.

40 Euro monatlich: Aufwandsentschädigung wird fortgeführt

Auch in den kommenden beiden Jahren stehen dafür jeweils 11 Millionen Euro zur Verfügung. Damit bleibt die monatliche Aufwandsentschädigung für engagierte Ehrenamtliche in Höhe von 40 Euro erhalten (jeweils für 11 Monate).

Das Förderprogramm richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, die sich mit mindestens 20 Stunden pro Monat ehrenamtlich engagieren und ihren Wohnsitz in Sachsen haben. Förderfähig sind Tätigkeiten in verschiedensten Bereichen – darunter Kinder- und Jugendarbeit, Kultur, Sport, Heimatpflege und auch Tafelarbeit. Die Auszahlung der Förderung erfolgt über antragsberechtigte Projektträger, die diese an die Ehrenamtlichen weitergeben. Im Jahr 2024 wurden auf diesem Weg rund 29.000 Personen in etwa 5.700 Projekten gefördert. Die Umsetzung des Programms liegt weiterhin bei der Bürgerstiftung Dresden.

Paritätischer Sachsen begrüßt Entscheidung – verweist aber auf steigende Belastungen

Bereits im April hatten die Regionalgeschäftsstellen des Paritätischen Sachsen über den damaligen Stand der Haushaltsverhandlungen informiert. Zu diesem Zeitpunkt waren noch Kürzungen für das Programm vorgesehen.

Daniel Fuchs, Bereichsleiter der Regionalgeschäftsstellen des Paritätischen Sachsen, ordnet nun ein:

„Der Paritätische hat sich im Vorfeld intensiv in den Diskussionsprozess zur Fortsetzung des Programms eingebracht. Umso erfreulicher ist es, dass die Aufwandsentschädigung in Höhe von 40 Euro/Monat fortgeführt wird. Unsere Mitgliedsorganisationen, die zur Sicherung der sozialen Infrastruktur auch auf ehrenamtlich engagierte Menschen angewiesen sind, begrüßen diese Entscheidung. Es ist ein positives Signal, dass der Freistaat das bürgerschaftliche Engagement in Sachsen weiterhin gezielt unterstützt.

Mit Blick auf die steigenden Lebenshaltungskosten – zum Beispiel im Bereich Mobilität – empfehlen wir, perspektivisch über eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung nachzudenken. Aus Rückmeldungen unserer Mitgliedsorganisationen wissen wir, dass insbesondere im ländlichen Raum, aber auch in den Städten, die aktuellen Pauschalen nicht ausreichen, um Mobilitätskosten wie Monatskarten oder das Deutschlandticket zu decken. Die Dynamisierung bedeutet eine weitere Entlastung für viele Engagierte und stellt Ehrenamt auf ein stabiles Fundament.“