Jahresgespräch der Liga Vogtlandkreis mit Landrat Thomas Hennig

Im Folgenden werden die wichtigsten Informationen aus der Beratung der Liga Vogtlandkreis mit Landrat Thomas Hennig vom 20.05.26 übermittelt.

21.05.2026
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Erstellt von Ulf Breitfeld, Regionalleiter Erzgebirgskreis | Landkreis Mittelsachsen | Vogtlandkreis

Nachfolgend findet sich eine Zusammenfassung des Jahresgespräches der Liga Vogtlandkreis mit Landrat Thomas Hennig vom 20.05.2026 

Fortschreibung der Verwaltungsrichtlinie Kostenblatt

Der Landrat sicherte nochmals zu, dass die Thematik auf die Tagesordnung der nächsten Kreistagssitzung gesetzt wird und dass Herr Flachsbart als Einbringer des Antrages Rederecht im Kreistag erhält. Dass die Kosten gestiegen sind und sich diese Steigerung in der Vergütung widerspiegeln muss, ist aus Sicht des Landrates unstrittig. 

Haushaltsplanung 2027/28

Der aktuelle HH-Entwurf beinhaltet ein aufgelaufenes Defizit i.H. von 220 Mill. Euro zum 31.12.28. Im Zuge der HH-Behandlung im Amt und in den Gremien wird sich dieses Defizit aus Sicht des Landrates noch um 30 – 40 Mill. Euro verringern lassen. Ein ausgeglichener Haushalt ist auf Jahre hinaus ausgeschlossen. Grundsätzlich plant der Landkreis mit Ausgaben analog der Vorjahre zzgl. eines Aufschlages i.H. eines durchschnittlichen sächsischen Steigerungsbetrages. 

Im Bereich der Freiwilligen Leistungen sind keine Leistungskürzungen vorgesehen, es wird aber auch keine Steigerungen geben. Ausfallende Landesförderung kann der Landkreis nicht ersetzen. Die Umsetzung der ORBIT-Empfehlungen in der Jugendarbeit wird schwierig. Eine Erhöhung der Kreisumlage ist nicht beabsichtigt. Eine HH-Sperre drohe aktuell nicht. 

Bundesmittel aus dem Sondervermögen – was plant der Landkreis

Mit den kreisangehörigen Kommunen gibt es eine Verständigung, dass der Landkreis 31% der zur Verfügung stehenden Mittel selbst verbaut (das ist der Mindestsatz), der andere Teil geht an die Kommunen direkt zur Verwendung vor Ort. Der Landkreis wird seinen Anteil vorwiegend für die Instandsetzung bzw. den Neubau von Brücken einsetzen, da hier ein großer Handlungsbedarf bestehe. Investitionen im sozialen Bereich sind nicht vorgesehen. Die Kommunen können ihren Anteil auch für KitaInvest einsetzen, einige Gemeinden haben das auch vor. 

Zusammenarbeit von Trägern mit der Landkreisverwaltung

Die Liga wünscht sich, dass zwischen Landkreisverwaltung und den Trägern nicht ein Klima des Misstrauens vorherrscht. Verwaltungsabläufe sollten transparent sein und bürokratischen Aufwand vermeiden. Der Landrat bittet ggf. um die Benennung konkreter Fälle, wo es hier Probleme gibt. Sollten konkreten Ansprechpersonen telefonisch nicht erreichbar sein, kann sich an das Vorzimmer der jeweiligen Amtsleitung gewandt werden.