KI-Pilot-Werkstatt des Paritätischen Gesamtverbandes: Auftakt und Einblicke aus dem Kick-Off

Am 21.01.2026 startete die KI?Pilot?Werkstatt des Paritätischen Gesamtverbands mit einem bundesweiten Kick?Off. Mitgliedsorganisationen erhielten erste Einblicke in Ziele und Ablauf, ein Praxisprojekt und Informationen zu Chancen von KI in der Sozialwirtschaft. Die Werkstatt bietet Raum, gemeinsam zu lernen, zu erproben und Wissen zu teilen.

26.01.2026

1. Was ist die KI-Pilot-Werkstatt?

Die KI-Pilot-Werkstatt ist ein Lern- und Begleitformat des Paritätischen Gesamtverbands.
Sie unterstützt jährlich ein bis zwei ausgewählte KI-Pilotprojekte und bietet gleichzeitig einen offenen Lernraum für alle interessierten Organisationen.

Ziele sind:

  • Wissenstransfer und Kompetenzaufbau im Bereich Künstliche Intelligenz,
  • Praxisnahe Begleitung von Projekten – von der Idee bis zur Umsetzung,
  • kollegialer Austausch und gemeinsames Lernen im Verband,
  • Verantwortungsvoller Umgang mit Daten, Ethik und Energieverbrauch.

Die Werkstatt versteht sich als offenes Format. Auch wer kein eigenes Projekt einreicht, kann teilnehmen, mitlernen und Impulse in die eigene Organisation tragen.

2. Ablauf und Themen

Die Werkstatt arbeitet in offenen monatlichen Treffen und zusätzlich zweiwöchentlichen Sprints mit den beteiligten Projekten.
Sie bietet Raum für Austausch, Reflexion und fachliche Inputs, u. a. zu agilen Methoden, Auswahl und Bewertung von Dienstleistern, Risikomanagement und Qualitätssicherung.

Teilnehmende profitieren von Schwarmwissen, Expert:innen?Inputs und Praxisbeispielen aus der Sozialwirtschaft.

3. Nutzen für Mitgliedsorganisationen

Die KI-Pilot-Werkstatt bietet allen Mitgliedsorganisationen die Möglichkeit,

  • KI-Anwendungen praxisnah kennenzulernen,
  • Erfahrungen anderer Träger zu nutzen,
  • Fragen zu Datenschutz, Ethik und Umsetzung anzugehen,
  • Impulse für eigene Digitalisierungsprojekte mitzunehmen,
  • und sich im Verband zu vernetzen.

Auch ohne eigenes Pilotprojekt profitieren Teilnehmende von den monatlichen Treffen, Fachimpulsen und Praxisbeispielen. Die Werkstatt bietet damit einen geschützten Raum für gemeinsames Lernen und Ausprobieren, um KI-Themen gemeinsam zu verstehen und verantwortungsvoll zu gestalten.

4. Bewerbung für die enge Projektbegleitung

Für die intensive Begleitung von ein bis zwei Pilotprojekten können sich interessierte Mitgliedsorganisationen noch bis 15. Februar 2026 bewerben.

5. Kernerkenntnisse aus Praxisprojekt im Kick-Off

Beim Auftakt wurde ein KI-Projekt der GFB – Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher vorgestellt. Ziel des Projektes ist die Unterstützung der Dokumentation in der Kinder- und Jugendhilfe durch KI.

Zentrale Erkenntnisse:

  • Technische Integration in bestehende Systeme bleibt herausfordernd – viele Anbieter bieten keine offenen Schnittstellen.
  • KI kann unterstützen, aber nicht bewerten: Sie hilft, Dokumentationen zu prüfen, ersetzt aber keine fachliche Einschätzung.
  • Datenschutz und Energieverbrauch sollten zentrale Themen sein – KI sollte datensparsam und ressourcenschonend eingesetzt werden.
  • Menschliche Kontrolle bleibt entscheidend: KI liefert Vorschläge, Entscheidungen treffen Fachkräfte.
  • Ethische Fragen wie der Einsatz von KI in pädagogischen Prozessen müssen aktiv diskutiert werden.

Das Projekt wird mit dem Technologiepartner varunix UG umgesetzt.

6. Ansprechpartnerin im Landesverband Sachsen

Für Fragen, Rückmeldungen oder Interesse an den Präsentationen aus dem Kick-Off wenden Sie sich gern an:
Stephanie Meichsner-Eschborn
Projekt SINN/Organisationsentwicklung

0176 - 178 45 887
stephanie.meichsner-eschborn (at) parisax.de

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