Kinder psychisch erkrankter Eltern sehen - stärken - schützen

Die neue Handreichung "Kinder psychisch erkrankter Eltern" will Mitarbeiter*innen und Leitungskräften in der Jugendhilfe informieren und ermutigen, trotz aller Herausforderungen mit Betroffenen familienorientiert, systemisch zu arbeiten. Das gut aufbereitete Material soll Wege in der Praxis ebnen und Tabus brechen.

08.04.2025

Die neue Handreichung "Kinder psychisch erkrankter Eltern" will Mitarbeiter*innen und Leitungskräften in der Jugendhilfe informieren und ermutigen, trotz aller Herausforderungen mit Betroffenen familienorientiert, systemisch zu arbeiten. Das gut aufbereitete Material soll Wege in der Praxis ebnen und Tabus brechen.

Drei bis vier Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland leben mit mindestens einem psychisch erkrankten Elternteil zusammen.  Ähnlich sieht die Lage bei Familien mit Suchtbelastungen aus, zwischen 0,7 bis 1,3 Millionen Kinder wachsen mit mindestens einem Elternteil auf, der eine Alkohol- oder Drogenabhängigkeit hat. Diese Kinder und Jugendlichen brauchen eine frühzeitige Beachtung, denn durch die elterliche Erkrankung bzw. deren Folgeerscheinungen haben sie ein deutlich erhöhtes Entwicklungs- und Gefährdungsrisiko. Nicht selten sind es auch diese Risiken, die Kinder und Jugendliche in eine Hilfe zur Erziehung führen und auch dort bleibt es ein wesentliches Thema für die Kinder und Jugendlichen. Dafür bietet die Handreichung Hintergründe und praktische Anregungen. Nutzen Sie gern ihre umfassenden Informationen und Verlinkungen für Ihre Arbeit, sowohl für Betroffene und Fachkräfte.

Um die Versorgung der Kinder psychisch kranker Eltern vor Ort sicherzustellen haben sich einige Bundesländer bereits auf den Weg begeben und regionale Vernetzung geschaffen. Sachsen wird in der Broschüre nicht erwähnt. Jedoch bietet die Fach- und Koordinierungsstelle einen Überblick über die Angebote in Sachsen.

https://www.suchtpraevention-sachsen.de/themen/suchtmittelspezifische-suchtpraevention/suchtbelastete-familien/fachkraefte-fuer-suchtbelastete-familien 

Welche Angebote und Netzwerke nutzen Sie? Sehen Sie aktuell Handlungsbedarf?

Ihr Kontakt im Paritätischen Sachsen:

Katrin Bressel
Referentin Kinder- und Jugendhilfe                                                     

Telefon: 0351/ 828 71 144
E-Mail: Katrin.Bressel (at) parisax.de