Wie eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion Die LINKE ergab, sieht das Sächsische Kultusministerium kaum Handlungsbedarf mit Blick auf die Einführung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung von Grundschulkindern ab 2026. Mit der Erarbeitung eines entsprechenden Konzeptes soll frühestens Ende 2026 begonnen werden.
Wie eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion Die LINKE ergab, sieht das Sächsische Kultusministerium kaum Handlungsbedarf mit Blick auf die Einführung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung von Grundschulkindern ab 2026. Mit der Erarbeitung eines entsprechenden Konzeptes soll frühestens Ende 2026 begonnen werden.
Verantwortung für den Ganztag tragen nach Sicht des Landes primär die Träger der öffentlichen Jugendhilfe
Nach Ansicht des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus (SMK) richtet sich der Rechtsanspruch des Ganztagsförderungsgesetztes in erster Linie an Landkreise und kreisfreie Städte. Das SMK sieht den Rechtsanspruch in Sachsen durch die Kooperation zwischen Grundschule und Horten ergänzt durch Ganztagsangebote abgesichert.
Einzig für Förderschulen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung besteht Handlungsbedarf, da diese zwar als Ganztagsschulen arbeiten, aber ab 2026 die Ferienbetreuung sichergestellt werden müsse.
Entwicklung eines Konzeptes beginnt frühestens Ende 2026
Das Strategiepapier Bildungsland Sachsen 2030 formuliert die Maßnahme der Entwicklung eines Sächsischen Konzeptes zur ganztägigen Bildung im Primarbereich. Als wesentliche Grundlage sieht das SMK die Ergebnisse des Projektes „Ganztagspiloten“. Diese sollen im Herbst 2026 vorliegen und könnten eine Grundlage für ein solchen Konzeptprozess bilden.
Zusammenarbeit Hort und Grundschule ausreichend gesetzlich geregelt
Auch in der Zusammenarbeit von Grundschule und Horten sieht das zuständige Fachministerium keinen Handlungsbedarf. Schulgesetz und Kitagesetz regeln die Zusammenarbeit. Alles Weitere müsse vor Ort geregelt werden.
Die Praxis sieht das anders und hat mehrfach darauf hingewiesen, dass die Zusammenarbeit mit den Grundschulen vielfach schwierig sei. Auf Initiative des Paritätischen Sachsen verabschiedete die Liga kürzlich ein entsprechendes Eckpunktepapier für einen Landesrahmenvertrag, mit dem Ziel einen Prozess des besseren Zusammenwirkens in Gang zu setzen.
Die gesamte Beantwortung der kleinen Anfrage der Linksfraktion kann hier heruntergeladen werden.
Kontakt
Nicole Lawrenz
Referentin Bildung
Telefon: 0351 - 828 71 152
E-Mail: nicole.lawrenz(at)parisax.de