Im Landkreis Bautzen fanden drei Regionaltreffen zur Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Jugendhilfe statt. Der Paritätische Sachsen brachte sich aktiv in den Prozess ein und sieht abschließend weiteren Handlungsbedarf, z.B. bei einer verlässlichen Finanzierung der Hilfen zur Erziehung.
Im März 2025 organisierten die Arbeitsgemeinschaften Hilfen zur Erziehung (AG HzE) und Jugendhilfeverbund (AG JHV) gemeinsam mit dem Jugendamt Regionaltreffen in Bautzen, Hoyerswerda und Bischofswerda. Eingeladen waren Fachkräfte der Jugendhilfe sowie Netzwerkpartner unterschiedlicher Professionen. Als Regionalleiter, unter anderem für den Landkreis Bautzen und Sprecher der AG HzE, wirkte Daniel Fuchs aktiv am Prozess mit.
Zielstellung und neue Perspektiven in den Arbeitsgruppen
Ziel der Veranstaltungen war es, entsprechend den Vorgaben des aktuellen Jugendhilfeplans, die professionsübergreifende Vernetzung zu fördern und die Zusammenarbeit der Akteure der intervenierenden und präventiven Jugendhilfe weiter auszubauen und zu intensivieren.
Kernstück der Regionaltreffen bildeten mehrere Gesprächsgruppen, in denen verschiedene Fallkonstellationen praxisnah diskutiert wurden. Die Teilnehmenden brachten vielfältige Perspektiven und fachliche Expertise ein, wodurch ein intensiver und produktiver Austausch entstand. Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen werden in den laufenden Prozess der Jugendhilfeplanung des Landkreises Bautzen einfließen und im Jugendhilfeausschuss beraten.
Abschließend bot sich für alle Anwesenden die Möglichkeit, in offener Runde mit der Amtsleiterin des Jugendamtes ins Gespräch zu kommen.
Forderung nach einer stabilen Finanzierung der Hilfen zur Erziehung
Daniel Fuchs bewertet die Regionaltreffen als richtigen Schritt zur Stärkung der Zusammenarbeit in der Jugendhilfe. Zugleich weist er darauf hin, dass zentrale Herausforderungen weiterhin bestehen und weitere Schritte erforderlich sind: „Die Hilfen zur Erziehung stehen nach wie vor unter enormem Druck. Die Regionaltreffen zeigten deutlich, wie wichtig die enge Abstimmung aller Beteiligten ist – auch im Hinblick auf eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung. So bleibt beispielsweise die Forderung bestehen, dass die Finanzierung von BA-Studierenden in den Einrichtungen künftig sichergestellt werden muss. Denn dies ist ein wirksamer Schritt, um dem Fachkräftemangel vor allem in diesem Arbeitsbereich entgegenzuwirken. Zudem benötigt es den regelmäßigen Austausch zur Maßnahmenumsetzung auf dem Weg zu einer inklusiven Jugendhilfe“
Der Paritätische Sachsen dankt dem Netzwerk für Kinder- und Jugendarbeit e.V. in Bischofswerda, dem Trägerwerk Soziale Dienste Sachsen in Hoyerswerda sowie dem BBZ Bautzen e.V. in Bautzen herzlich für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die Unterstützung vor Ort.