Paritätischer Gesamtverband veröffentlicht neues Evaluationsinstrument Evi:P

Ziel des Evaluationsinstrumentes ist die Stärkung von Inklusion, Teilhabe und Kinderrechten in Kitas. Ein leicht anwendbares Werkzeug für die Kita-Praxis.

20.04.2026
|
Erstellt von Paritätischer Gesamtverband

Wir erhielten die Information vom Paritätischen Gesamtverband und geben sie gern an unsere Mitgliedsorganisationen weiter. 

Das Evaluationsinstrument Evi:P im Überblick

Hintergrund

Grundlage für Evi:P ist das finnische Qualitätsentwicklungsinstrument KAMU, welches auf die strukturellen Bedingungen in Deutschland angepasst wurde. Der Paritätische Gesamtverband überarbeitete das Instrument in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Timm Albers und Sarah Meusel von der Universität Paderborn.

Ziele der Evaluation

  • Inklusion als fortlaufenden Prozess anerkennen und reflektieren
  • Kinderrechte sowie Teilhabe und Beteiligung in Kitas stärken

Der Evaluationsprozess

Bei Evi:P handelt es sich um ein Selbstevaluationsinstrument zur Einzel- oder Teamreflexion. Es können auch nur einzelne Fragen genutzt werden.

Teilbereiche der Evaluation

  • Inklusive Willkommenskultur
  • Umgebung für sozial-emotionales Lernen
  • Sprachliche Vielfalt und inklusive Kommunikation
  • Kindzentrierte und partizipative Pädagogik
  • Inklusive Gestaltung der (Lern-)Umgebung
  • Einbeziehung der Familien
  • Führung und Management 

Evaluationsinstrument & weitere Informationen

Weitere Informationen sowie das Evaluationsinstrument selbst finden Sie auf den Seiten des Paritätischen Gesamtverbandes hier.

Am 13. Mai 2026, 13:00 – 14:30 Uhr findet im Zusammenhang der Veröffentlichung eine online Fachveranstaltung der AGJ „Frühkindliche Bildung inklusiv gestalten – Perspektiven aus Finnland und Deutschland – Inclusive Early Childhood Education – Perspectives from Finland and Germany" statt. Eine Anmeldung ist hier möglich. (Bitte nach unten scrollen) 

Fachliche Einschätzung des Paritätischen Sachsen

Das Instrument Evi:P besticht durch seinen knappen Umfang von nur insgesamt 16 Seiten und ist dadurch auch bei knappen Zeitressourcen leicht anwendbar.

Das angefügte Raster für die Erstellung eines Entwicklungsplans im Anschluss der Evaluation ist hilfreich, um nicht in der Ist-Stand Analyse stecken zu bleiben, sondern einen Qualitätsentwicklungsprozess anzuknüpfen.

Für Fachkräfte, die mit Qualitätsentwicklungsprozessen und Instrumenten der Selbstevaluation bisher weniger betraut sind, wäre es hilfreich gewesen, noch einige konkrete Anregungen zur Auswertung der Evaluation und zur anschließenden Prozessgestaltung im Team zu geben.

Insgesamt handelt es sich bei Evi:P aber um ein leicht handhabbares Instrument. Es birgt die Chance, Reflexionsprozesse zu Inklusion und Beteiligung in Kitas strukturiert in Gang zu setzen. 

Kontakt

Nicole Lawrenz
Referentin Bildung 

Telefon: 0351 - 828 71 152
E-Mail: nicole.lawrenz (at) parisax.de