Rückmeldung der Selbsthilfevertreter*innen an die GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe Sachsen

Die Selbsthilfevertreter*innen des GKV-Förderkreises haben sich in einer beratenden Sitzung mit der Frage nach einer Neugestaltung der Pauschalförderung auseinandergesetzt.

02.06.2026
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Erstellt von Friderun Hornschild, Referentin Bildung (Schulen in freier Trägerschaft), Referentin Selbsthilfe

Die Selbsthilfevertreter*innen des GKV-Förderkreises haben sich in einer beratenden Sitzung mit der Frage nach einer Neugestaltung der Pauschalförderung auseinandergesetzt. 

Hintergrund war der Auftrag der GKV-Vertreter*innen an die Selbsthilfevertreter*innen Indikatoren und Kriterien für die Vergabe der Pauschalförderung der Landesverbände (LV), Selbsthilfeorganisationen (SHO) und Selbsthilfekontaktstellen (SHK) zu erarbeiten. 

Die Mitgliedsorganisationen des Paritätischen haben sich am 05.05.2026 in ihrem Jour Fixe Selbsthilfe intensiv dazu ausgetauscht (siehe Fachinformation vom 13.05.2026).

In einem nächsten Schritt trafen sich die vier Selbsthilfevertreter*innen des GKV-Förderkreises (Paritätischer Wohlfahrtsverband LV Sachsen e.V., Fachausschuss Suchtselbsthilfe SLS e.V., Landeskontaktstelle Selbsthilfe Sachsen LAKOS sowie der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe LAG SH Sachsen e.V.) zu einem offenen Austausch mit dem Ziel, einer gemeinsamen Rückmeldung an die GKV. 

Der gemeinsame Analyseprozess mit den Selbsthilfevertreter*innen hat bestätigt, die organisatorische Vielfalt der Landesverbände, Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfekontaktstellen lässt sich schwer in einfachen und vergleichbaren Kriterien abbilden. Die große Heterogenität resultiert nicht zuletzt aus den verschiedenen Beeinträchtigungen und den sich daraus ergebenden Bedarfen der Zielgruppen.

Die Selbsthilfevertreter*innen machten in ihrem Schreiben nochmal deutlich, dass es zahlreiche unterschiedliche Parameter gibt, die für die Arbeits- und Funktionsfähigkeit der Selbsthilfeakteure maßgeblich sind. Dabei wird die Heterogenität als Stärke und zugleich elementar für die Selbsthilfe gewertet.

Deutlich wurde auch, die Pauschalförderung ist das Rückgrat für die Arbeit der Landesverbände, Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfekontaktstellen.

 Es stellt sich daher die Frage, wie die strukturelle Basis der Selbsthilfearbeit (perspektivisch) gesichert werden kann? Was braucht es, damit ein Verband oder eine Kontaktstelle überhaupt arbeits- und handlungsfähig ist?

Zur Beantwortung dieser Fragen ist es unerlässlich, die Selbsthilfeakteure einzubinden und in einem gemeinsamen Prozess mitzunehmen. Die Selbsthilfevertreter*innen bieten der GKV ihre Expertise für einen konstruktiven Austausch an. 

Das gemeinsame Schreiben der Selbsthilfevertreter*innen an die GKV bündelt die Ergebnisse aus dem Jour Fixe Selbsthilfe sowie dem Austausch mit den Selbsthilfevertreter*innen (siehe Anlage). Die Rückmeldung dient als Grundlage für das Ende Juni geplante gemeinsame Gespräch mit den Vertreter*innen der GKV.