Deinstitutionalisierung wird im Freistaat diskutiert und Schwerpunkt in zukünftigen Förderprozessen. Unklar ist, was der Begriff für das SMS bedeutet. Die Liga setzt auf SelbstbestimmtWohnen und SelbstbestimmtArbeiten. Wir erklären den Prozess, ordnen die Diskussion ein und rufen Beispiele aus der Praxis für die Sachsen und eine Bundestagung ab
Diskurs im Land
Das SMS plant ab 2030 einen Förderschwerpunkt Deinstitutionalisierung. Der Begriff ist aktuell unklar. Die Liga bringt sich früh ein, klärt den Begriff und ordnet ein. Parität und Diakonie erarbeiten einen ersten Aufschlag für den Liga Fachausschuss Rehabilitation und Teilhabe.
Kernbotschaft
Der Paritätische Sachsen erarbeitet mit seinen Mitgliedsorganisationen auf eine Haltung zur Deinstitutionalisierung. Wir verstehen uns nicht als Institutionen nach den Leitlinien der UN-BRK. Doch wie ist der Deinstititutionalisierung zu verstehen? Die Liga Sachsen will den Begriff zur Novemberklausur des Fachausschusses klären. Paritätischer Sachsen und Diakonie erarbeiten gemeinsam mit den Trägern derzeit den Aufschlag und orientieren sich im ersten Schritt im Bereich Wohnen. Statt Abgrenzung von alten Heimstrukturen Mitte des letzten Jahrhunderts, wollen wir ein Ziel definieren und den Prozess aufzeigen. Als Ziel in der Eingliederungshilfe setzen wir auf SelbstbestimmtWohnen. Der Weg führt über die Weiterentwicklung bestehender Angebote und den gezielten Aufbau inklusiver, kleinteiliger Wohnsettings. Eine pauschale Abkehr von bewährten Strukturen ist teuer, nicht nachhaltig und wegen Personalmangel kaum umsetzbar. Ziele für die Menschen sind nach den Leitlinien mehr Autonomie, Wahlfreiheit und Kontrolle für die Menschen.
Was ist Deinstitutionalisierung
Relevanz: Mitgliedsorganisationen können sich in die Diskussion aktuell einbringen und den Prozess aktiv mitgestalten und Angebote Schritt für Schritt transformieren, statt sie abzubauen.
Unser Ziel SelbstbestimmtWohnen
So gestalten wir die Transformation
Relevanz: Das sichert Versorgung, Qualität und Wahlfreiheit.
Zwei Linien der Liga
Aufruf: Gute Beispiele gesucht
Der Bundesverband bereitet eine öffentliche digitale Tagung im Herbst 2026 vor. Gesucht sind Leistungserbringer, die stationäre Angebote in ambulante Angebote transformiert haben. Kriterien:
Bitte bis 15. November Namen und Ansprechpersonen melden. Nachfrist gern nach Absprache. Die Beispiele dienen der Tagung und dem Aufbau eines Vernetzungspools von Expertinnen und Experten.
Kontakt: teilhabe (at) paritaet.org, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Gesamtverband, Carola Pohlen, Tel. 030 24 636 319.
Treten Sie auch gern in Kontakt mit dem Paritätischen Sachsen, damit wir auch für die Diskussion in Sachsen Ihre Praxisbeispiele nutzen können – Geschichten machen Inhalte erlebbar und Ihre Arbeit macht die Eingliederungshilfe sichtbar!
Was können Mitgliedsorganisationen jetzt tun
Fazit
SelbstbestimmtWohnen ist unser Kompass. Wir gestalten die Transformation verlässlich, sichern Teilhabe und Qualität und bringen uns früh in die Landesdiskussion ein. Bitte liefern Sie Beispiele für gelungene Transformationen und werden Sie Teil des länderweiten Lernnetzwerks.
Wichtiger Hinweis: Ab November ist ebenfalls ein Prozess SelbstbestimmtArbeiten geplant. Der Paritätische Sachsen lädt ein:
Kontakt im Paritätischen Sachsen:
Anne Cellar
Referentin Teilhabe
Tel: 0351 - 828 71 150
E-Mail: anne.cellar (at) parisax.de
Johannes Kokot
Referent Entgelte
Tel: 0351 - 828 71 149
E-Mail: johannes.kokot (at) parisax.de