In der letzten Sitzung im Herbst 2023 lag der Schwerpunkt auf der Diskussion zu Übergängen von der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.
In der letzten Sitzung im Herbst 2023 lag der Schwerpunkt auf der Diskussion zu Übergängen von der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.
Übergänge aus der Werkstatt im Fokus des Sächsischen Landesaktionsplans
Anknüpfungspunkt für das Thema ist einerseits die Entwicklung auf Bundesebene, aber auch der fortgeschriebene Aktionsplans der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-BRK, Maßnahme 47:
„Die Staatsregierung setzt sich im Rahmen der Zusammenarbeit der Allianz Arbeit + Behinderung für eine bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderungen durch eine stärkere Inanspruchnahme des Budgets für Arbeit und durch mehr Übergänge aus der Werkstatt für behinderte Menschen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ein.“ (https://www.behindern.verhindern.sachsen.de/SMS_Siebter-Bericht_Menschen-mit-Behinderungen_2023.pdf, Seite: 216).
Allianzpartner tauschen sich aus
In der Sitzung fand ein Austausch darüber statt, welche Aktivitäten die Allianz-Partner*innen gemeinsam planen könnten, um Übergänge aus der Werkstatt zu verstetigen bzw. das Budget für Arbeit/ Ausbildung zu stärken.
Dabei wurde u.a. Bezug genommen auf:
1. Abschussbericht der Studie zu einem transparenten, nachhaltigen und zukunftsfähigen Entgeltsystem für Menschen mit Behinderungen in Werkstätten für behinderte Menschen und deren Perspektiven auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (BMAS) https://www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/Forschungsberichte/fb626-entgeltsystem-wfbm.html, in dem förderliche und hemmende Aspekte, zum Thema Übergänge aus der Werkstatt beschrieben sind.
2. „Forderungen der Experten in eigener Sache“ des Netzwerks inklusive politische Bildung (NipB)
Die LAG WfbM war als wichtiger Partner eingeladen
Um die Interessen und Positionen der Werkstätten und der dortigen Beschäftigten zu hören, war die Geschäftsführerin LAG WfbM, Frau Elisabeth Nietzsche, eingeladen. Sie stellte das Aufgabengebiet der LAG WfbM vor und informierte über Projekte und Arbeitskreise der LAG WfbM (u.a. AK „Übergänge“ der Werkstätten/Entwicklung eines Ablaufplans für „Übergänge“).
Frau Nietzsche berichtete auch von den Ergebnissen einer Umfrage innerhalb der Werkstätten zum Thema Übergänge:
Faktoren, die Übergänge begünstigen können (Beschäftigte und Werkstatt)
Faktoren, die sich negativ auf einen Übergang auswirken können (Beschäftigte und Werkstatt)
Übergänge seien strukturell mit kleinteiligen Schritten auszugestalten. Es würden passgenaue Arbeitsplätze benötigt, an denen überwiegend Hilfstätigkeiten erbracht/ übernommen werden können sowie ein motiviertes Team/ Belegschaft (sozialer Faktor).
Frau Nietzsche wies darauf hin, dass die Zielgruppe für Übergänge zu beachten sei und die Einwilligung des Beschäftigten vorliegen müsse. Für Menschen, die nicht oder noch nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig werden können, sind Werkstätten ein sicheres Arbeitsfeld. Die Bereitschaft der Unternehmen/ von Arbeitgebern zur Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen sei unabdingbar. Gleichfalls müsse sich aber auch das System der Werkstätten verändern, damit mehr Übergänge ermöglicht werden können.
Information, Sensibilisierung, gegenseitiges Kennenlernen und Best-Practise-Beispiele als wichtige Ansätze im Protokoll festgehalten
Eine Arbeitsgruppe wird sich vertieft mit den Impulsen aus der Allianzsitzung befassen
Die Liga hat sich zur Mitarbeit bereit erklärt. Ein erstes Treffen der „UAG Übergänge“ fand im Januar 2024 statt.
Für das Engagement der unterschiedlichen Partner im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung wurden einerseits die Arbeitgeber und andererseits die Werkstattbeschäftigten als Zielgruppe in den Blick genommen.
Um die Arbeitgeber zu erreichen, wurden vor allem die einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber als wichtige Akteure benannt. Hilfreich können zudem auch Best-Practise-Beispiele sein.
Die Beteiligten wollen sich weiter damit befassen, wie erfolgreiche Übergänge sichtbar gemacht werden können. (Methode: Storytelling; Geschichten von Werkstattbeschäftigten und Arbeitgebern)
Zudem soll ein Austausch stattfinden, welche Informationen Werkstattbeschäftigte brauchen. (Motivation zur Nutzung der unterstützenden Instrumente, Sensibilisierung für Möglichkeiten, Darstellung von Chancen und Risiken für Werkstattbeschäftigte auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt …)
Vereinbart wurde:
1. Bis zur nächsten Sitzung der UAG werden alle Mitwirkende gebeten, gute Beispiele für Übergänge bzw. zur Nutzung des Budgets für Arbeit zu sammeln und ggf. mitzubringen.
2. Der Sprecherrat der Werkstatträte wird gebeten nachzuforschen, in welcher Form/ Art Informationen an Werkstattbeschäftigte transportiert werden können.
Bei dieser Gelegenheit weisen wir nochmals auf den paritätsinternen Austausch der WfbM am 26.03.2024 hin, siehe: parisax.de: Vormerkung Austausch Teilhabe an Arbeit am 26.03.2024
Kontakt im Paritätischen Sachsen:
Kontakt:
Kristin Höfler
Referentin Arbeit und Beschäftigung
Tel.: 0351 - 828 71 141
E-Mail: kristin.hoefler(at)parisax.de